Die Verantwortlichen für Verkauf, Einkauf, Produktion und Versand sitzen in einem Meeting. Ihr Thema: Verbesserung von Lieferzeiten und Kundenzufriedenheit.
Verkaufsleiter Max Hartl ist ungehalten: „Wieder einmal“ sind die Lieferzeiten viel zu lang. Mit anklagender Stimme wendet er sich an den Produktionsleiter Carlo Severin: „Das sollten auch Sie wissen, wir leben vom Verkauf! Wenn Sie besser planen würden und Ihre Abteilung im Griff hätten, könnten wir besser auf die Kundenwünsche eingehen.“
Carlo Severin, in die Defensive gedrängt von den seiner Meinung nach aus der Luft gegriffenen Vorwürfen, erwidert gekränkt: „Das ist nicht unsere Schuld. Ihre Leute stimmen sich nicht mit uns ab und sagen den Kunden Termine zu, die unmöglich einzuhalten sind.“
Da schaltet sich Versandleiterin Barbara Freitag ein und kommt Carlo Severin zu Hilfe: „Genau, Sie denken immer, der Verkauf ist die einzige Abteilung, die zählt – und alle müssen sich danach richten. Ihre Leute bringen auch bei uns durch ihre ewigen Sonderwünsche dauernd Hektik rein.“ Ein Wort gibt das andere …
Kennen Sie solche Situationen? Das Gespräch dreht sich im Kreis: mit Vorwürfen, Schuldzuweisungen, Angriffen und Verteidigungen. Die Anspannung nimmt zu. Niemand fühlt sich als Person oder in seiner Funktion ernst genommen, keiner trifft mit seinen Problemen auf Verständnis. Enttäuschung und Ärger bei allen – und wieder mal das Gefühl, völlig umsonst miteinander zu reden.